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Nachfrage nach Arbeitskräften zieht an – Arbeitslosigkeit leicht gestiegen

Eingereicht on 2. März 2017 – 07:36

Während zum Jahreswechsel die Arbeitslosigkeit noch saisonbedingt deutlich zugenommen hatte, stieg die Arbeitslosigkeit im Februar nur leicht an. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen in der Landeshauptstadt Düsseldorf von Januar auf Februar um 105 auf 25.238 Frauen und Männer. Gegenüber dem Vorjahr waren das rund 1.100 Arbeitslose weniger. Gleichzeitig wurden im Februar 1.830 neue offenen Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet. Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen ist gegenüber Januar um 370 deutlich gestiegen. Der Februar war ein Übergangsmonat zwischen Winterarbeitslosigkeit und Frühjahrsaufschwung. Während die Arbeitslosigkeit zunahm, zog die Nachfrage nach Arbeitskräften spürbar an“, fasste Roland Schüßler, Chef der Arbeitsagentur, die Entwicklung auf dem Düsseldorfer Arbeitsmarkt zusammen. Aktuell gibt es zum Start im Sommer über 3.200 freie Ausbildungsplätze in 180 verschiedenen Berufen. „Ich möchte alle Düsseldorfer Betriebe motivieren, ihre Ausbildungsbemühungen mit aller Kraft fortzusetzen. Die jungen Menschen bewerben sich jetzt mit ihren Halbjahreszeugnissen. Geben Sie Ihnen eine Chance und bilden Sie aus und sichern Sie sich Ihre Fachkraft von morgen!“, so Schüßler.

Unter allen Arbeitslosen stieg die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer um knapp zwei Prozent oder 180 Personen gegenüber Januar auf jetzt 9.651 an. Darunter waren über 2.100 Menschen aus nicht-europäischen Asylherkunftsländern, 700 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl dieser Personengruppe nimmt seit Monaten zu.
Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist um 110 auf aktuell 1.707 angestiegen und lag damit um 190 über dem Vorjahreswert. Insgesamt betrug die Arbeitslosenquote von jungen Menschen Ende Februar 6,3 Prozent und lag weiterhin deutlich unter der Gesamtarbeitslosenquote von 7,8 Prozent. Wie im Januar meldeten sich auch im Februar junge Menschen nach einer dreieinhalbjährigen Berufsausbildung arbeitslos. Ihre Chancen auf eine Beschäftigung sind gut. Der Markt sucht anhaltend qualifizierte Kräfte. Ursächlich für den Anstieg waren aber auch junge geflüchtete Menschen. Unter den jungen Arbeitslosen waren 742 mit einer ausländischen Nationalität. 358 Personen waren dabei aus nicht-europäischen Asylherkunftsländern und machten somit rund 20 Prozent an allen jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren aus.
Durch die Zunahme der Arbeitslosigkeit erhöhte sich die Arbeitslosenquote in Düsseldorf von 7,7 Prozent im Januar auf jetzt 7,8 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 8,2 Prozent.
Ende Februar wurden 7.861 Menschen von der Arbeitsagentur betreut, 207 mehr als im Januar. Die Zahl der Arbeitslosen, die vom Jobcenter Düsseldorf betreut werden, ist um 102 auf 17.377 gesunken.
Erstmals ist das Volumen der Unterbeschäftigung im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Aktuell zählen dazu 35.921 Personen, 394 mehr als vor einem Jahr. In der Unterbeschäftigung werden Arbeitslose und weitere Personengruppen erfasst, die sich aktuell in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden oder durch diese gefördert werden, wie zum Beispiel berufliche Eingliederung, berufliche Weiterbildung, Teilnehmer an Integrationskursen oder Empfänger des Gründungszuschusses. Insbesondere die Teilnehmerzahl von geflüchteten Menschen an Kursen zur Arbeitsmarktintegration hat zu diesem Anstieg geführt.
Im Februar wurden 1.830 neue offene Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet, 370 mehr als im Januar. Die meisten offenen Stellen sind in den Bereichen Verkauf, Büro, Gastronomie, Logistik, Gesundheitswesen, Metall und Elektro, Pflege und für Informatik- und andere IKT-Berufe. Knapp ein Viertel der offenen Stellen gibt es aktuell in der Zeitarbeit. Insgesamt standen zum Monatsende 5.940 offene Stellen für eine Besetzung zur Verfügung, 110 weniger als im letzten Monat. 80 Prozent aller neu gemeldeten Stellen wurden für eine unbefristete Tätigkeit gemeldet. Der weitaus größte Teil aller Stellen waren Vollzeitstellen.

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