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Handwerkskammer Düsseldorf zeichnet Ulrich Reitz mit Goldenem Füllfederhalter aus

Eingereicht on 30. November 2014 – 12:48

Ehlert: „Hat sich um die öffentliche Wahrnehmung des Wirtschaftssektors verdient gemacht“: Zum 15. Mal hat die Handwerkskammer Düsseldorf einen „Goldenen Füllfederhalter“ an einen herausragenden Publizisten vergeben. „Fokus“-Chefredakteur Ulrich Reitz nahm die Auszeichnung am Dienstag im Rahmen der Herbst-Vollversammlung der HWK aus den Händen von Präsident Andreas Ehlert entgegen. Mit dem Goldenen Füllfederhalter würdigt die Kammer Journalisten, die über einen längeren Zeitraum ein lebendiges, wertschätzendes, analytisch-kritisches, die tatsächliche Bedeutung des Wirtschaftssektors reflektierendes Bild vom Faktor Handwerk gezeichnet haben. Eine regelmäßige publizistische Beschäftigung mit Themen, Anliegen oder Rahmenbedingungen des Wirtschaftsbereichs, mindestens ein Jahrzehnt herausgehobenen journalistischen Wirkens, und eine wahrnehmbare Wirkung der Beiträge – im Sinne einer Einflussnahme auf das Meinungsklima über Handwerk und Mittelstand – sind weitere Voraussetzungen für die Ehrung.

Ehlert hob in seiner Laudatio insbesondere „die nachhaltige Auseinandersetzung von Ulrich Reitz mit einer nachlassenden Achtung für den beruflichen Bildungsweg in Deutschland“ hervor. „Warum soll ein studierter Philosoph etwas Besseres sein als ein Schreinermeister? Uli Reitz hat diese Frage zugespitzt so beantwortet: `Wenn eines meiner Kinder eine Lehre absolviert, dann ist es ein Bildungsverlierer.“ Gerade in der – so Ehlert – „besonders wirksamen“ journalistischen Stilform des Kommentars fänden sich bei Reitz in dessen Zeit als Chefredakteur der Rheinischen Post (1997-2005) und der WAZ (2005-2014) „immer wieder solche kleinen, vom Mainstream des politischen und Meinungs-Betriebs abweichenden Randbemerkungen, die das bildungspolitische Erfordernis einer Gleichwertigkeit des dualen und akademischen Bildungswegs thematisieren.“ Darüber gehöre zu den „roten Fäden“ in Reitz´ Kommentierung das Beharren auf dem Konzept der Sozialen Marktwirtschaft als ordnungspolitischer Grundlegung der Republik, gepaart mit einem „christlich geprägten Gerechtigkeitssinn“, so der Laudator.

Ulrich Reitz kritisierte in seiner Dankesreplik als unveränderte Regierungs-Praktik in Bund und Land, den ausbildenden Mittelstand in Sonntagsreden zu preisen und werktags mit Regulierungsknüppeln zu blockieren.

Foto  (v. l.) Ulrich Reitz mit Kammerpräsident Andreas Ehlert. (Quelle: Wilfried Meyer)

Der Urkundentext:

„In anderthalb Jahrzehnten herausgehobenen publizistischen Wirkens als Chefredakteur der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ und zuvor als Chefredakteur der „Rheinischen Post“ hat Ulrich Reitz große Verdienste um die Förderung der öffentlichen Wahrnehmung des Wirtschaftssektors Handwerk in Deutschland erworben. Zahlreiche Beiträge aus seiner Feder, überwiegend in der journalistischen Leitform des Kommentars, betonen den Stellenwert des Handwerks in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie handelnder Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsbereich, und stellen einen Zusammenhang zwischen persönlicher und unternehmerischer Freiheit und einer Verantwortungsethik heraus, wie sie den handwerklichen Mittelstand prägt. Wiederholt haben Artikel von Ulrich Reitz dazu beigetragen, das Meinungsklima zugunsten von Handwerk und Mittelstand zu beeinflussen. In Anerkennung und Würdigung dieser besonderen Verdienste wird Ulrich Reitz der „Goldene Füllfederhalter“ der Handwerkskammer Düsseldorf verliehen.